Erste Blackout-Übung in Herrsching

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Das Rathaus als Einsatzzentrum: Im Krisenstab übernahm Feuerwehrkommandant Daniel Pleyer die Rolle des Gefahrenabwehrleiters.

Drei Tage ohne Strom im Landkreis: Wie die Gemeinde den Ernstfall probte.

Was ist zu tun, wenn es im Landkreis zu einem großen Stromausfall von mehr als 72 Stunden kommt? Im Rahmen der Katastrophenschutzübung „Blackout“ probten das Landratsamt Starnberg und 14 Landkreisgemeinden den Ernstfall. „Jede Gemeinde hat an diesem Tag einen Krisenstab aufgebaut“, erklärte Landratsamtsprecher Stefan Diebl.
In Herrsching wurde das Zusammenspiel der Einsatzkräfte vor Ort mit Zentrale in der Kreisstadt geübt. Wie kann der Kontakt zu den Gemeinden aufrechterhalten werden bei einem Szenario ohne Strom, abgeschnitten von der Außenwelt? „Kern dieser Übung war die Überprüfung, ob die Kommunikation funktioniert“, sagte Diebl. Das Rathaus und Feuerwehrhaus wurden über ein Notstromaggregat versorgt. Auf dem Dach des Feuerwehrhauses, das als Kommunikationszentrum diente, befindet sich eine Satellitenschüssel. So konnten Informationen per Analogfunk oder E-Mail über Satellit ausgetauscht werden. Man ging von folgender Situation aus: Die Schindlbeck-Klinik wird bei einem Blackout zwar mit Stromaggregaten versorgt, aber was ist zu tu, wenn eines davon ausfällt und dadurch die Beatmungsgeräte nicht mehr funktionieren? Bauhofmitarbeiter sollen bei Bedarf helfen, die Patienten in Sicherheit zu bringen. Damit genügend Benzin für die Einsatzfahrzeuge zur Verfügung steht, wird nun auch eine Tankstelle im Landkreis mit einem Stromaggregat betrieben.

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Das Zusammenspiel von den Einsatzkräften der Feuerwehr, Wasserwacht und allen Beteiligten habe sehr gut geklappt, resümierte Stefan Diebl. Auch Bürgermeister Christian Schiller ist mit seinem Krisenstab bestens gerüstet: „Wir können mit Stolz sagen, dass wir sehr gut aufgestellt sind“, verkündete er in der Gemeinderatssitzung. Bei den Aggregaten könne man noch etwas nacharbeiten und ein zusätzliches anschaffen, aber dennoch sei man schon sehr weit. Die Herrschinger können sich glücklich schätzen, so eine gut ausgestattete Feuerwehr zu haben.
Bei einem Blackout wird es für die Bürger Anlaufstellen geben, an die sie sich hinwenden können. In Herrsching dienen das Rathaus, die Nikolaushalle und der Bürgersaal in Breitbrunn als sogenannte „Leuchttürme“.

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Bei der Katastrophenschutzübung „Blackout“ in Herrsching übten Einsatzkräfte und Feuerwehr, was im Ernstfall zu tun ist.

Für Sie berichtete Nicole Burk. 

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