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Der ADFC organisiert große Radlsternfahrt für ein besseres Radverkehrsnetz

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 21. September 2017

„Oder haben Sie heuer schon einen neuen Radweg in ihrem Ort gesehen?" Mit dieser Frage rief der Ortsgruppensprecher des ADFC, Thomas Allner-Kiehling, die Leute dazu auf, sich an der Fahrrad-Demonstration zu beteiligen. Aus dem ganzen Großraum München versammelten sich an diesem Tag entlang ausgewiesener Strecken immer mehr Radler um dann in größer werdenden Demonstrationszügen in der Landeshauptstadt zusammenzufinden. Nach einer gemeinsamen Runde durch die Innenstadt endete die Sternfahrt schließlich am Königsplatz.

„Herzlichen Glückwünsch zu Eurem Kommen" grinste Markus Feneberg, der diese Tour von Herrsching aus begleitete. Leichter Nieselregen bei ungemütlichen 8 Grad Temperatur luden nicht Jedermann ein, sich an dieser doch längeren Sternfahrt zu beteiligen. „Aber man kann jederzeit ein Teilstück mit der S-Bahn fahren" versicherte er den Teilnehmern, die zumindest am Start noch viel gute Laune zeigten. Am Bahnhof in Herrsching traf sich der erste Schwung dieses Zuges, der auf seiner Fahrt nach München noch viele weitere Treffpunkte ansteuern wollte. An vereinbarten Orten konnten immer neue Teilnehmer dazu stoßen um letztendlich für ihr gemeinsames Ziel Werbung zu machen: eine Verlagerung des Verkehrs hin zu sauberen, kostengünstigen und umweltfreundlichen Verkehrsarten.

Radlsternfahrt 1

Eine kleine Gruppe Hartgesottener machte sich an diesem nasskalten Tag auf den Weg in Richtung München, um im Rahmen einer großen Radlsternfahrt für ein besseres Alltagswegenetz zu demonstrieren

Dem ADFC geht es dabei vor allem um den Ausbau des Rad- und Fußverkehrs. Die Planungen für ein besseres Alltagsradwegnetz gehen ihnen viel zu langsam voran und so würden allein im Landkreis Starnberg 90 Prozent solcher Wege fehlen. Nach Meinung von Thomas Allner-Kiehling und vielen Mitgliedern geht viel zu viel Geld in den Ausbau weiterer Umgehungsstraßen, während die Infrastruktur für Fahrradfahrer sträflich vernachlässigt wird. Das Ziel des ADFC, den Anteil des Radverkehrs sowohl in den Städten als auch auf dem Land zu verdoppeln, sei unter diesen Umständen nicht zu erreichen.
Und so schwang sich auch der Ortgruppensprecher an diesem nasskalten Tag mit seinen Mitstreitern auf das Fahrrad, um den Politikern und anderen Entscheidungsträgern klar zu signalisieren: Wir kämpfen weiter für ein besseres Alltagswegenetz, so dass Radfahrer möglichst schnell und sicher zu ihren Zielen gelangen.

Für Sie berichtete Barbara Geiling