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„Was lange währt wird endlich gut“ 40 Jahre und noch länger mit dabei – Die SPD ehrt ihre langjährigen Mitglieder

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 14. Dezember 2016

1976 gewann die SPD die Bundestagswahl und hatte mit Helmut Schmidt einen Bundeskanzler an der Regierung, der nicht nur in den eigenen Reihen seine Anhänger fand. Das KSZE-Abkommen wurde unterzeichnet und läutete eine neue Epoche in der Ostpolitik ein. Der Vietnamkrieg ging endlich zu Ende und Helmut Kohl lieferte sich mit dem Vorsitzenden der Schwesterpartei Franz-Josef Strauß muntere Streitereien, die denen ihrer derzeit regierenden Nachfolger durchaus ebenbürtig sind. Und 1975 trat ein bärtiger junger Mann in die SPD ein, der aus der Herrschinger Politik nicht wegzudenken ist: Werner Odemer. Seit 20 Jahren Vorsitzender des Ortsvereins, seit vielen Perioden im Gemeinderat und sechs Jahre 3. Bürgermeister „verkörpert er praktisch die Herrschinger SPD", wie Tom Hamaus betonte. Mit seiner Ehrung begann dieser Abend, an dem langjährige Parteimitglieder geehrt wurden und der einen informativen Rückblick über eine wichtige politische Epoche zeigte.

Es war eine große Runde, die sich da am 13. Dezember im Andechser Hof getroffen hatte um ihre langjährigen Parteigenossen zu ehren und vor Weihnachten noch einmal zusammenzukommen. 40 Jahre und mehr in der Politik aktiv – da hat man vieles miterlebt. Das Ende der Hippie-Kultur war eingeläutet und markante Persönlichkeiten setzten wichtige Wegpunkte in der politischen Geschichte. Es war die Zeit, als Helmut Schmidt und Willy Brandt Geschichte schrieben und mit ihnen die SPD über einen längeren Zeitraum hinweg als stärkste Partei im Bundestag regierte. Die anfangs umstrittene Ost-Politik von Willy Brandt und sein berühmter Kniefall in Warschau, der politisch wohl mehr bewirkte als viele Verhandlungen. Eine Zeit auch, in der sich viele junge Menschen in der Politik engagierten und sich hier von der SPD gut vertreten fühlten.

SPD Ehrung 2

Sie alle haben gemeinsam mit der SPD bald ein halbes Jahrhundert Deutsche Geschichte miterlebt: Tom Hamaus, Adi Bogner, Peter Günther, Ingrid Rose, Uwe Pflüger, Bärbel Rauch und Werner Odemer

Für Tom Hamaus z.B. war es der Spruch „Mehr Demokratie wagen", der ihn 1972 zum Eintritt in die SPD bewogen hatte. Das Willy Brandt nur zwei Jahre später nach der Guillaume-Affäre zurücktrat – und dies ausgerechnet an Hamaus Geburtstag – tat weh damals. Aber dabei geblieben ist er und war nun selber einer der Gehrten des Abends, durch den er mit seinem informativen Rückblick führte. Von 1969 an, denn so lange ist das „dienstälteste" Mitglied Adi Bogner dabei, bis 1976 ging seine Zeitreise durch die Geschichte. Und während er die Bilder zeigte und erläuterte, übernahm Werner Odemer die Verteilung der Urkunden an jene Mitglieder, deren Eintrittsjahr gerade beschrieben wurde. Ob die Olympiade und Weltmeisterschaft in München, Militärputsch in Chile oder die große Ölkrise, die 1974 die Welt lähmte: Tom Hamaus hatte zu jedem Jahr Ereignisse gefunden, die im Gedächtnis bleiben.

Ihre Urkunden für die lange Treue erhielten:
Adi Bogner (47 Jahre Mitglied), Uwe Pflüger (45 Jahre), Tom Hamaus (44 Jahre), Peter Günther (43 Jahre) Ingrid Rose (42 Jahre), Bärbel Rauch und Werner Odemer (41 Jahre)

Es berichtete für Sie Barbara Geiling