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Die Ära Salcher auf dem Bauhof in Herrsching geht zu Ende „Simon“ Salcher und Franz Vief feiern mit vielen Gästen Abschied und Geburtstag

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 21. September 2017

„Liabe Leit jetzt is' so weit,
jetzt i' aus mit der Arbeitszeit"

Und so richtig traurig scheint er Urheber dieses Gedichts darüber gar nicht zu sein. Josef „Simon" Salcher geht nach über 37 Jahren Dienstzeit auf dem Herrschinger Bauhof in die wohlverdiente Rente. Gemeinsam mit seinem Vater Josef Salcher sen., der vor ihm hier Vorarbeiter war, geht damit eine 60-jährige Ära zu Ende. Ob die Pflege der Grünanlagen und Spielplätze, die Sicherstellung des Winterdienstes, Beseitigung von Sturmschäden, Straßensperrungen und vieles andere mehr: für Josef Salcher war es gerade die Vielseitigkeit dieser Arbeit, die ihn reizte und die ihn auch damals vor 37 Jahren dazu bewogen hatte, sich in Herrsching zu bewerben. Vieles davon gilt auch für Franz Vief, der Anfang kommenden Jahres in den Ruhestand gehen wird und dies an diesem Nachmittag – anlässlich seines Geburtstags – gleich mitfeierte.

„Eine schöne Zeit" sei es gewesen beteuerte Josef Salcher bei der Begrüßung der vielen Gäste im Bauhof. Schön, aber doch auch wie in einer Ehe: „Manchmal geht's gut und manchmal eben nicht". Er bedankte sich bei all seinen Kollegen von der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit und richtete sich hier auch besonders an Altbürgermeister Adolf Wexlberger. Dieser hätte immer ein offenes Ohr für die Belange der Bauhofmitarbeiter gehabt und er war es auch gewesen, der Salcher damals eingestellt hatte. Aber auch mit dem „amtierenden" Bürgermeister pflegte er ein gutes Verhältnis und Christian Schiller bedankte sich im Rahmen der Feier für seine außerordentliche Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft. Auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen sei immer vorbildlich gewesen und so wäre seine Meinung und Einschätzung jederzeit gut angenommen worden.

Verabschiedung 1

Zu einer gemütlichen Feier mit vielen Gästen luden Josef „Simon" Salcher und Franz Vief anlässlich des bevorstehenden Ruhestandes und dem Geburtstag. V.l.: Peter Saur, Christian Schiller, Josef Salcher, Oliver Gerweck, Hermann Sontheim, Franz Vief und Sabine Vermathen

Ob ihm nun nicht langweilig werden würde in der Rente? Von Josef Salcher kommt da nur ein fröhliches Grinsen, denn da warten noch so viele Dinge auf ihn, für die er nun endlich mehr Zeit hat. Die Pferde auf seinem Hof stehen da ganz vorne an und natürlich gemeinsame Aktivitäten mit seiner Lebensgefährtin. Und wenn jetzt künftig beim Nachfolger Hermann Sontheim sowie seinem Stellvertreter Peter Saur der Wecker lange vor Morgengrauen klingeln wird, damit geprüft werden kann, ob der Winterdienst mobilisiert werden muss – wird sich „Simon" sicher nicht ohne Genuss einfach mal im Bett herumdrehen.
Franz Vief muss auf diesen Moment noch ein paar Monate warten und das ist für die Gemeindeverwaltung sicher ganz gut so. Auch er gilt als Muster von Hilfsbereitschaft und war sich nie zu schade für eine Arbeit, wie Christian Schiller betonte. Die Quadratkilometer des von ihm gemähten Rasens könnten nicht gezählt werden und sein handwerkliches Geschick hat so manche Gerätschaft vor der Mülltonne gerettet. Zu seinem Geburtstag bekam er ein lautes Ständchen von allen Gästen und später noch gemeinsam mit Josef Salcher einen leckeren Korb und ein auf sie zugeschnittenes Verkehrsschild.
„Dankschön, dass ihr da seid's" beendete Salcher dann aber auch die Reden und lud ein zum gemeinsamen Feiern.

Für Sie berichtete Barbara Geiling